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Urbane Altersgettos

Mag sein, daß es den Soziologen längst bekannt ist und vielleicht haben es manche Mitmenschen auch bereits lange vor mir erkannt: es existiert eine Gliederung der Struktur der bewohnten Regionen nach Altersstufen.

Hierbei könnte man beispielsweise folgende Einteilung vorfinden:

Nachdem diese (hier grob vereinfacht vorgenommene) Einteilung der Wohngegenden erst einmal in Gang gekommen ist, verstärkt sie sich in der Tendenz automatisch. Junge Leute werden ungern in "vergreisten" Gegenden bleiben wollen. Hier ist es ihnen zu langweilig. Umgekehrt werden sich ältere Personen in einer insgesamt jugendlich orientierten, pulsierenden Gegend vielleicht zu oft gestört fühlen.

Was hieran ist jetzt eigentlich so bemerkenswert? Mir persönlich scheint die früher gewesene "Durchmischung" der Gruppen untereinander verloren zu sein. Die wichtigste Folge hiervon ist, daß die einzelnen Bevölkerungsgruppen mit íhren alterstypischen Problemen und Situationen jeweils "im eigenen Saft schmoren". Der konstruktive Dialog der Generationen untereinander kommt dabei abhanden. Das ist nicht nur die Beratung der Jüngeren durch die erfahrenen Alten, sondern es ist auch der Verlust der Alten an jugendlichen Impulsen, die ihnen ein jüngerer Nachbar allein durch sein Dort-Sein bereits vermittelt.