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Viel Vergnügen beim Besuch des Andrigamo Fotokunst Journal (Ausgabe 2002,01) - Hier klicken!

Taken From ...:
Kommentar des Künstlers über künstlerische (fine art) Graffitifotografie

Die Mehrzahl aller Graffiti-Fotos, die ich kenne, hat dokumentarischen Charakter: man sieht eine Wand, einen Zug oder einen sonstigen Platz, auf dem ein oder mehrere Graffiti angebracht ist.

Diese Fotos weichen davon ab. Ich finde ein interessantes Graffito, das mich durch Farben, Formen oder Strukturen (auch der Wandoberfläche) in seinen Bann zieht. Mit dem Kamerasucher komponiere ich dann das spätere Bild, das nur einen Bruchteil dessen ausmacht, was insgesamt zu sehen ist. Das ist der Moment, wo sich Fotografie und Graffiti treffen und hierin besteht für mich der künstlerische Akt.

Mit anderen Worten: dies ist KEINE Dokumentation über Graffiti, es ist ebensowenig eine einfache Reproduktion, sondern es ist eine sehr spezielle Interpretation über die in meiner Umgebung vorgefundenen Graffiti-Kunstwerke. Sie sind die Initialpunkte meiner Inspiration! Was ist nun meine künstlerische Arbeit innerhalb dieser Fotografien? Ich sage dazu:

Wenn Sie das leicht finden, denken Sie bitte an Christopher Columbus und sein Ei. Fragen wir also: warum hat es niemand vorher so gemacht?

Alle Originale sind Diapositive (analoge Fotografie). Diese werden gescannt und lediglich komprimiert sowie um den Copyright-Vermerk ergänzt. Es findet weder eine farbliche Bearbeitung noch eine Änderung des Formates statt. All das sind Gründe, warum ich diese Fotos als "Taken From ..." bezeichne.

Sehen Sie also hier meinen ganz persönlichen Blick auf Graffiti: "Taken From ..."